Goldener Kürbis mit Burrata und Salbei Walnuss Pesto.
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Goldener Kürbis
mit Burrata und
Salbei Walnuss Pesto.

Süsser Ofenkürbis, cremige Burrata, würziger Salbei, geröstete Walnüsse und knuspriger Buchweizen. Ein vegetarisches Herbstgericht, das Wärme und mediterrane Frische auf einen Teller bringt.

Herbst auf Mallorca

Wenn die Insel
langsamer wird.

Der Herbst kommt auf Mallorca anders an. Es gibt keinen plötzlichen Schnitt zwischen Sommer und Kälte. Das Licht wird zuerst weicher. Morgens liegt manchmal Feuchtigkeit auf den Steinmauern, die Luft riecht nach Erde und Rosmarin, und am Nachmittag kann man immer noch mit offenen Fenstern in der Küche stehen. Erst wenn die Sonne hinter den Olivenbäumen verschwindet, merkt man, dass man wieder Lust auf etwas Warmes aus dem Ofen hat.

An so einem Abend ist dieses Gericht entstanden. Ich kam mit einem Kürbis vom Markt nach Hause, legte ihn auf die Arbeitsfläche und wusste noch nicht genau, was daraus werden sollte. Draussen war es noch hell, in der Küche standen die Terrassentüren offen und vom Garten kam der Duft von Salbei herein. Im Kühlschrank wartete eine Burrata, die eigentlich für einen anderen Teller gedacht war. Vom Frühstück war Buchweizen übrig. Ich begann einfach: Kürbis schneiden, Knoblauch andrücken, Gewürze zwischen den Fingern zerreiben und alles mit Olivenöl vermengen.

Als das Blech im Ofen war, füllte sich die Küche mit diesem tiefen, leicht süssen Duft von geröstetem Kürbis, Kreuzkümmel, Fenchel und Paprika. Der Salbei wurde mit den warmen Walnüssen zu einem kräftigen Pesto, das nach Garten und Zitrone schmeckte. Dann kam die kühle Burrata dazu und der Buchweizen knisterte noch in der Pfanne. Plötzlich war aus ein paar Dingen, die ohnehin da waren, ein Teller geworden, der sich nach Herbst auf Mallorca anfühlte: warm, sonnig, würzig und trotzdem leicht.

Seit diesem Abend koche ich das Gericht immer wieder, besonders wenn Menschen an meinem Tisch sitzen, die glauben, ein vegetarischer Teller müsse zurückhaltend sein. Hier fehlt nichts. Jeder Bissen verändert sich: erst die karamellisierte Süsse des Kürbisses, dann Salbei und Knoblauch, die Frische der Zitrone, die weiche Burrata und am Ende dieses kleine Knacken vom Buchweizen. Genau solche Teller liebe ich. Sie wirken grosszügig, ohne kompliziert zu sein, und bleiben noch eine Weile in Erinnerung.

Mallorquinischer Herbst auf dem Teller: golden geröstet, kräuterwürzig, cremig und mit genau dem richtigen Knuspern.
Mallorquinischer Herbst auf dem Teller: golden geröstet, kräuterwürzig, cremig und mit genau dem richtigen Knuspern.
55 Minuteninklusive Rösten
4 Portionenals Hauptgericht oder Vorspeise
ca. 590 kcalpro Portion als Richtwert
Vegetarischvegan gut anpassbar
Glutenfreibei reinen Zutaten
Milch & NüsseBurrata und Walnüsse

Warum dieses Gericht besonders ist

Vier Texturen,
ein warmer Inselabend.

Kürbis kann schnell sehr süss und weich wirken. Deshalb braucht er für mich Gegenspieler. Salbei bringt eine herbe, fast harzige Wärme, wie die Kräuter, die auch nach einem heissen mallorquinischen Sommer noch zwischen trockenen Steinen wachsen. Zitrone gibt Frische, Chili hält die Süsse im Gleichgewicht und die Burrata macht alles weich, ohne dass eine schwere Sauce nötig wird.

Auch die Gewürze haben hier eine Aufgabe. Kreuzkümmel und Koriander geben dem Kürbis Tiefe, geräucherte Paprika erinnert an Feuer und Grillabende, Fenchelsamen bringen eine feine mediterrane Süsse und die kleine Menge Zimt verbindet alles, ohne dass das Gericht nach Weihnachten schmeckt. Ich würze grosszügig, weil Kürbis viel aufnehmen kann und im Ofen an Geschmack gewinnt.

Der knusprige Buchweizen ist mehr als Dekoration. Er verändert jeden Bissen. Buchweizen ist von Natur aus glutenfrei und wird in der Pfanne mit Olivenöl, Kreuzkümmel, geräucherter Paprika und Salz geröstet. Dadurch bekommt er einen nussigen Geschmack und eine fast popcornartige Knusprigkeit.

Ich empfehle dieses Gericht für einen langen Herbstabend, als vegetarischen Mittelpunkt für Gäste oder als warme Vorspeise für ein Dinner. Es funktioniert auch auf einem Sharing Table sehr schön. Dann lege ich alles auf eine grosse Platte, öffne die Burrata erst kurz vor dem Servieren und gebe das Pesto grosszügig darüber. Brot, ein einfacher Blattsalat und ein Tisch draussen reichen dazu vollkommen.

Für 4 Portionen

Was hinein
darf.

Für den Kürbis

  • 1,2 kg Hokkaido oder Butternut Kürbis
  • 1 grosse rote Zwiebel
  • 5 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl
  • 1½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlener Koriander
  • ½ TL Zimt
  • ½ TL Chiliflocken
  • 1 TL Fenchelsamen, leicht zerdrückt
  • Meersalz und schwarzer Pfeffer

Für Pesto & Finish

  • 2 Burrata à etwa 125 g
  • 1 grosser Bund frischer Salbei
  • 80 g Walnüsse
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Abrieb und Saft von 1 Bio Zitrone
  • 90 ml gutes Olivenöl
  • 1 TL Honig oder Ahornsirup
  • 100 g Buchweizen
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • Salz und schwarzer Pfeffer
Goldener Kürbis mit Burrata und Salbei Walnuss Pesto.

So entsteht es

Rösten, mixen,
knuspern lassen.

Den Kürbis vorbereiten

Ofen auf 210 Grad Ober Unterhitze vorheizen. Kürbis entkernen und in kräftige Spalten schneiden. Hokkaido muss nicht geschält werden. Zwiebel in Spalten schneiden. Kürbis und Zwiebel mit vier angedrückten Knoblauchzehen, Olivenöl, Paprika, Kreuzkümmel, Koriander, Zimt, Chili, Fenchelsamen, Salz und Pfeffer gründlich vermischen. Auf einem Blech verteilen und 35 bis 45 Minuten rösten. Nach der Hälfte wenden. Die Kanten dürfen dunkel und karamellisiert werden.

Das Salbei Walnuss Pesto

Walnüsse ohne Öl rösten und abkühlen lassen. Einige für das Finish beiseitelegen. Salbei, restliche Knoblauchzehe, Walnüsse, Zitronenabrieb, Zitronensaft, Honig und Olivenöl grob mixen. Das Pesto soll Struktur behalten. Mit Salz, viel schwarzem Pfeffer und bei Bedarf mehr Zitrone abschmecken.

Buchweizen richtig knusprig machen

Buchweizen in einem Sieb abspülen und sehr gut trocknen. In einer breiten Pfanne mit wenig Olivenöl bei mittlerer bis hoher Hitze 8 bis 10 Minuten rösten. Regelmässig bewegen. Kreuzkümmel, geräucherte Paprika und Salz erst gegen Ende dazugeben, damit die Gewürze nicht verbrennen.

Alles zusammenbringen

Kürbis und Zwiebel auf einer Platte verteilen. Burrata abtropfen lassen, mit den Händen öffnen und zwischen den Kürbisspalten verteilen. Pesto darüberlöffeln, knusprigen Buchweizen und restliche Walnüsse darüberstreuen. Mit Zitronensaft, schwarzem Pfeffer, etwas Meersalz und ein paar kleinen Salbeiblättern vollenden.

Allergene & Anpassungen

Gut zu wissen,
wenn du mitisst.

Das Rezept enthält Milch durch Burrata und Schalenfrüchte durch Walnüsse. Für eine vegane Version kannst du eine pflanzliche Burrata Alternative verwenden oder eine cremige weisse Bohnencreme mit Zitrone zubereiten. Walnüsse lassen sich bei einer Unverträglichkeit durch geröstete Kürbiskerne ersetzen.

Buchweizen ist trotz seines Namens kein Weizen und von Natur aus glutenfrei. Bei Zöliakie solltest du zertifiziert glutenfreien Buchweizen und Gewürze verwenden und auf getrennte Küchenutensilien achten.

Der Kürbis lässt sich einen Tag vorher rösten und sanft aufwärmen. Pesto und Buchweizen bleiben getrennt. Die Burrata kommt erst kurz vor dem Servieren dazu. Reste sollten wegen der Burrata gut gekühlt und innerhalb von ein bis zwei Tagen gegessen werden.

Aus der Frequency Cooking Küche

Speichere dir diesen Teller
für den nächsten Herbstabend.

Wenn du auf Mallorca bist und dich lieber bekochen lassen möchtest, bringe ich solche saisonalen Gerichte auch in deine Finca, Villa oder an euren langen Tisch.

Private Cooking entdecken
Jessica cooking in her kitchen in Mallorca

Aus meiner Küche auf Mallorca

Hi, ich bin
Jessica.

Ich lebe und koche auf Mallorca. Der Herbst ist hier eine Zwischenzeit, die ich besonders liebe. Die Märkte werden erdiger, das Licht liegt tiefer über den Feldern und in meiner Küche treffen die letzten sonnigen Aromen des Sommers auf die ersten warmen Gerichte aus dem Ofen.

Genau daraus ist dieser goldene Kürbis entstanden. Ich wollte einen Teller, der Wärme gibt, aber nicht schwer macht. Einen Teller mit Kräutern, Zitrone, gutem Olivenöl, viel Knoblauch und Gewürzen, bei dem Gemüse ganz selbstverständlich die Hauptrolle spielt. So koche ich am liebsten: aufmerksam, grosszügig und mit dem Gefühl, dass Essen Menschen nicht nur satt macht, sondern einen Moment schafft, an den man sich erinnert.